Bauprojekte
Boom der Baubranche legt kommunale Projekte lahm
Die Baubranche boomt. Die Auftragsbücher sind voll. Wer etwas bauen lassen will, muss Geduld haben. Das gilt auch für Kommunen. Die Gemeinde Uplengen will nicht warten und geht einen anderen Weg.
Was und warum
Darum geht es: Die Auftragsbücher der Baufirmen sind voll. Das stellt Gemeinden vor ein Problem. Sie bekommen ihre Projekte nicht fertig.
Vor allem interessant für: Kommunen und andere Bauwillige. Deshalb berichten wir: Die Gemeinde Uplengen hat zwei Maurer eingestellt. Die Handwerker werden mit dem Erweiterungsbau der Kita in Hollen beginnen. Die Autorin erreichen Sie unter: schneider-b@zgo.de
Grund dafür ist der Bauboom. „Für die Branche brummt es. Das ist gut, keine Frage. Allerdings bekommen wir von den Firmen aufgrund der hervorragenden Konjunkturlage inzwischen kaum noch eine Antwort auf unsere Ausschreibungen“, erläutert Trauernicht das Problem der Gemeinde.
Zuschüsse dürfen nicht verfallen
Dort sollen der Kindergarten und die Krippe um Räume für jeweils eine weitere Gruppe vergrößert werden. Außerdem ist der Bau einer Mensa geplant. Die Gesamtkosten dafür werden – Stand jetzt – rund 500.000 Euro betragen. Um diese Summe nicht allein stemmen zu müssen, hat die Gemeinde Zuschüsse beim Land Niedersachsen und beim Landkreis Leer beantragt. Das ist möglich, weil die Förderrichtlinien für Investitionen zur Tagesbetreuung für Kinder im Alter ab drei Jahren bis zur Einschulung (RIT) und die zur Tagesbetreuung von Kindern unter drei Jahren (RAT) überarbeitet worden sind. Vom Land erwartet Uplengen einen Zuschuss in Höhe von insgesamt rund 214.148 Euro und vom Landkreis Leer eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 62.000 Euro.
Weitere Projekte geplant
Generell sei der Bauhof mit Handwerkern personell gut aufgestellt, erklärt der Leiter Focke Bontjer. Zum Team gehörten Elektriker, Schlosser, Tischler sowie Garten- und Landschaftsbauer. Auch Maurer habe man. „Insgesamt beschäftigt der Bauhof 14 Leute. Die jedoch sind mit Arbeit gut ausgelastet. Mehr geht nicht“, so Bontjer. Die beiden neuen Mitarbeiter, die zum 1. September kämen, seien für die zusätzlichen Aufgaben eingestellt worden, die beispielsweise mit dem Projekt bei der Kita in Hollen anfielen. „Ihre Verträge sind auf zwei Jahre befristet“, ergänzt Bürgermeister Trauernicht. Bontjer geht allerdings stark davon aus, dass die Männer nach Ablauf der zwei Jahre weiter beschäftigt werden. „Ich sehe da gar kein Problem. In den nächsten Jahren geht der eine oder andere Kollege in Rente“, begründet Bauhofleiter Bontjer seinen Optimismus. Außerdem habe die Gemeinde auch noch viel vor. Die Erweiterung der Kindertagesstätte in Hollen sei nicht das einzige Projekt.
In diesem Jahr will man auch noch mit dem Ausbau der Kindertagesstätte „Kinnertied“ in Remels beginnen. Dafür gibt es ebenfalls eine an eine Fertigstellungsfrist gebundene Förderung. Darüber hinaus soll alsbald mit dem Umbau der ehemaligen Raiba-Filiale in Hollen zu einem Feuerwehrhaus für die Freiwillige Feuerwehr Uplengen-Süd und danach mit dem Bau der neuen Feuerwehrhäuser in Remels (Uplengen-Mitte) und in Großoldendorf (Uplengen-West) begonnen werden.