Benefizspiel
Ein unterhaltsames 8:8 im Dauerregen zugunsten der Flutopfer
Trotz schlechtem Wetter kamen am Sonnabend 850 Zuschauer zu einem Benefizspiel für die Flutopfer nach Steenfelde. Platzwart Udo Tesch war als Torwart im Einsatz, verletzte sich aber früh.
Steenfelde - Spiel, Spaß, Spannung und viele Tore - das Benefizspiel in Steenfelde zugunsten der Flutopferhilfe besaß am Sonnabend alle Zutaten für einen gelungenen Nachmittag. Nur der Wettergott hatte kein Einsehen. Es regnete fast unaufhörlich. Doch davon ließen sich die hartgesottenen Auswahlmannschaften der SuS-Steenfelde-Allstars und der Pottoriginale-Allstars aus dem Ruhrgebiet nicht beeindrucken. Sie spulten auf dem Fußballplatz ihr Pensum ab und lieferten den Fans eine echte Show, die mit einem leistungsgerechten 8:8-Unentschieden endete. Keinen Sieger gab es auch in den Spielen zuvor. Am frühen Vormittag hatten sich der SV Fulkum II und die Zweite Herren der Steenfelder mit einem 1:1 getrennt. Danach führte die erste Auswahl von SuS Steenfelde gegen den TuS Borkum bereits mit 3:0, ehe die Gäste zur Aufholjagd ansetzten und noch zum 3:3 ausglichen.
27.000 Euro allein durch Geisterticket-Verkauf
Ein Spieler der Gäste betrat sogar mit Krücken das Spielfeld und durfte wenig später die Vorlage zu einem Tor geben. Jubeln über ein selbst erzieltes Tor durfte auch Thomas Dragunski. Der eingefleischte Fan des VfL Bochum wird von allen nur „VfL-Jesus“ genannt. Mit seinen langen, blonden Haaren in bester Vokuhila-Manier fiel er auf dem Platz sofort auf und erinnerte an die wilden 80er- und Anfang der 90-Jahre im Fußballbereich. Gästetrainer „B.A.“ war mit dem Punkt ganz zufrieden, obwohl seine Mannschaft kurz vor Schluss noch mit zwei Toren in Führung gelegen hatte. „Nach dem frühen 0:3-Rückstand haben wir mehr Druck gemacht. Doch irgendwie haben wir bei dem Dauerregen und den ostfriesischen Teetrinkern den Faden verloren. Ein Punkt geht auch in Ordnung“, so von Nördershäuser.
So hatten die Zuschauer trotz Dauerregen ständig ihren Spaß. „Mit Mannschaften, Betreuern, Helfern und Fans hatten wir wohl um die 850 Zuschauer auf dem Platz“, sagte Wilke Zierden, der mit seinem Freund Influencer-Kollege Udo Tesch das Benefizspiel zugunsten der Flutopferhilfe organisiert hatte. Udo Tesch stand sogar bei den Pottoriginalen im Tor, musste dann aber aufgrund einer Kapselverletzung im Finger frühzeitig ausgewechselt werden. Ihn löste kurzfristig Wilke Zierden im Tor ab. „Wir hätten 8000 Eintrittskarten für das Benefizspiel verkaufen können. Die Auflage der Gemeinde Westoverledingen war jedoch auf 1060 Personen begrenzt“, erklärte Zierden. „Allein aus dem Verkauf an Geistertickets kamen 27.000 Euro für den guten Zweck zusammen“, war Zierden zu recht stolz auf das Erreichte. Binnen weniger Sekunden waren die Eintrittskarten alle verkauft. Neben dem Verkauf der Eintrittskarten wurde diese Summe noch aufgestockt durch Einnahmen aus einer Verlosungsaktion. „Ich fand das sensationell, dass die Leute trotz Dauerregens alle hiergeblieben sind und durchgehalten haben“, betonte Wilke Zierden. „Das war eine gelungene Aktion, ein toller Erfolg und zugleich Werbung für den Verein“, zeigte sich auch Harald Klaaßen, Vorsitzender des SV SuS Steenfelde, zufrieden. Er bedankte sich insbesondere bei den vielen freiwilligen Helfern, ohne die so eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht zu bewerkstelligen gewesen sei.