Regionalkultur

Ausstellung über Geschichte der Johanniter

Wilhelm Hellmann
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Von Wilhelm Hellmann
| 28.07.2021 12:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Pfarrer Miroslaw Piotrowski (von links), Helmut Hartwig von den Johannitern, Saterlands Bürgermeister Thomas Otto, Pfarrer a.D. August Vornhusen und Renate Lüken–de Vries am Eingang vor der Johanniterkapelle. Foto: Hellmann
Pfarrer Miroslaw Piotrowski (von links), Helmut Hartwig von den Johannitern, Saterlands Bürgermeister Thomas Otto, Pfarrer a.D. August Vornhusen und Renate Lüken–de Vries am Eingang vor der Johanniterkapelle. Foto: Hellmann
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Ein Kulturprojekt macht Station in Bokelesch: Im Info-Zentrum bei der Johanniterkapelle wird eine Wanderausstellung zur Historie des Johanniterordens im Friesischen gezeigt. Die wirkt bis heute nach.

Bokelesch - Im Beisein zahlreicher Gäste hat Saterlands Bürgermeister Thomas Otto am Samstagnachmittag im Festzelt neben der Johanniterkapelle und dem historischen Informationszentrum Bokelesch die Wanderausstellung „Johanniter an der Nordseeküste“ eröffnet. Begrüßen konnte er dort auch Pfarrer Miroslaw Piotrowski und Pfarrer a.D. August Vornhusen, die beide viele Jahre in Bokelesch gewirkt haben. Ebenfalls zu Gast in der Gemeinde Saterland war aus dem Anlass der Leiter der Johanniter Subkommende Oldenburg, Helmut Hartig.

Die Wanderausstellung ist ein deutsch-niederländisches Gemeinschaftsprojekt. Sie wird gefördert durch die Ems-Dollart-Region (EDR) und die Johanniter Subkommenden Oldenburg und Ostfriesland/Wilhelmshaven.

Die Johanniterklöster in Norddeutschland hatten eine hohe Bedeutung für die Entwicklung der Landwirtschaft, des Wasserbaus und der Kultur in dieser Region. Mit dieser Wanderausstellung wird die Geschichte und die Gegenwart dieser ehemaligen friesischen Johanniterklöster präsentiert und ihre Bedeutung für die Region in Erinnerung gerufen.

Ort zum Leben, Arbeiten und Lernen

So werden unter anderem die Standorte der Klöster aufgezeigt und herausgestellt, was es an Besonderheiten an den jeweiligen Standorten gab.

Er freue sich, dass sie nun den Weg nach Bokelesch gefunden habe, sagte Otto. Die Ausstellung mache deutlich, was dieser Ort in Bokelesch vor 700 Jahren war: Ein für die Menschen wichtiger Ort, ein Platz zum Leben und zum Arbeiten, aber auch ein Ort der geistigen Einkehr und ein Ort des Lernens, so der Bürgermeister. Bokelesch ist der 5. Ausstellungsort. Von dort wird die Wanderausstellung Ende August nach Wijtert in die Niederlande gebracht.

Bis zum 22. August können Besucher die Wanderausstellung „Johanniter an der Nordseeküste“ in Bokelesch zu den Öffnungszeiten mittwochs bis sonntags sehen. Bis Ende 2022 macht die Ausstellung Station an den insgesamt 14 Standorten der ehemaligen Klöster der Johanniter in Norddeutschland und den Niederlanden. Ideengeber dieser Wanderausstellung ist Bernhard Buttjer, der Vorsitzende des Klostervereins in Ihlow.

14 von 20 Klosterstandorten beteiligt

Um 1319 gab es 20 friesische Klöster der Johanniter und zwar von Warffum in der Provinz Groningen bis Langewisch im Butjadinger Land. 700 Jahre später – so Renate Lüken-de Vries, Leiterin der Einrichtung in Bokelesch, haben Vertreter von 14 Klosterstätten sich bereiterklärt, einen Aufsteller zu entwerfen, um ihr Kloster vorzustellen.

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