Ostfriesland-Cup

Vier Elfmeter und zwei Platzverweise bei Pewsums 5:2

| | 23.07.2021 22:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Hoch her ging es im letzten Ostfriesland-Cup-Achtelfinale. 500 Zuschauer sahen in Moordorf einen Pewsumer 5:2-Sieg, vier Elfmeter und zwei Platzverweise. Danach zog der TuS das große Viertelfinal-Los.

Viel Spektakel boten beide Teams. Foto: Doden
Viel Spektakel boten beide Teams. Foto: Doden
Moordorf - Das letzte Achtelfinale des Ostfriesland-Cups wollte in puncto Spektakel den anderen Partien in nichts nachstehen. Nach 39 Treffern in sieben Partien lag der Ball auf dem Sportplatz von Ostfrisia Moordorf am Freitagabend siebenmal im Netz. Beim 5:2-Sieg des Fußball-Bezirksligisten TuS Pewsum beim Ostfrieslandligisten gab es für die rund 500 Zuschauer auch noch vier Elfmeter – drei wurden vergeben – und zwei Platzverweise zu sehen.

„Wir wollten unbedingt eine Runde weiterkommen. Es spricht für die Moral meiner Mannschaft, dass sie es trotz früher und langer Unterzahl geschafft hat“, sagte Gäste-Trainer Bernd Buß. Er und sein Team durften einige Minuten nach dem Abpfiff direkt nochmal jubeln, als die Viertelfinal-Paarungen ausgelost wurden. So erwarten die Krummhörner schon am Dienstag den Oberligisten BSV Kickers Emden. Tags darauf treffen die Vorjahresfinalisten GW Firrel und TuS Esens aufeinander. Es folgen die Spiele zwischen TuS Middels und Germania Leer (Donnerstag) und SV Jheringsfehn/Stikelkamp gegen SF Larrelt (Freitag in Stikelkamp).

Doppelpack in drei Minuten

Keno Buß war mit drei Toren und einer Vorlage der Mann des Abends. Foto: Doden
Keno Buß war mit drei Toren und einer Vorlage der Mann des Abends. Foto: Doden
Zu Beginn durften die Ostfrisia-Anhänger noch hoffen, dass ihr Team nach dem Spiel vielleicht in der Lostrommel liegt. Nach einer Ecke traf Nikolai Aerts zur Moordorfer Führung (5.). „Wir sind gut gestartet in den ersten zehn Minuten“, sagte Coach Dennis Debelts. Nach elf Minuten stand es 1:1, obwohl Torwart Simon Weber einen von Pewsums Keno Buß getretenen Strafstoß stark parierte. Der abgewehrte Ball landete im direkt folgenden Angriff bei Buß, der sehenswert vollstreckte (11.). Ähnlich platziert traf der Trainersohn dann zwei Minuten später zum Pewsumer 2:1. Dann passierte lange nicht viel, ehe der bereits früh mit Gelb verwarnte TuS-Routinier Nico Fischer nach seinem dritten Foul die Gelb-Rote Karte sah.

Fünf Tore, den Sieg und ein tolles Viertelfinal-Los durfte Pewsum bejubeln. Foto: Doden
Fünf Tore, den Sieg und ein tolles Viertelfinal-Los durfte Pewsum bejubeln. Foto: Doden
Pewsum war ab der 34. Minute in Unterzahl. „Ein paar Entscheidungen in diesem Spiel habe ich nicht verstanden“, erklärte Trainer Bernd Buß. In der Nachspielzeit wurde es dann richtig spektakulär. Nachdem Simon Weber TuS-Stürmer Carsten Weyers von den Beinen geholt hatte, trat nun Marek Hinrichs zum Elfmeter an – und scheiterte an Weber. Doch beim Nachschuss-Versuch soll Janssen gefoult worden sein. Wieder Elfmeter, der dritte für Pewsum. Nun versuchte sich der erste Fehlschütze. Diesmal traf Buß, sein drittes Tor.

Keine Hoffnung auf Aufholjagd

Spieldaten

Moordorf: Weber; T. Janssen, T. Röpkes (68. Erdwiens), Hogelücht (C. 58. de Beer), Aerts, Schütte, Eger (46. Buse), Kornelius (58. Ihben), W. Janssen, A. Röpkes (82. O. de Beer), Kruse.

Pewsum: Kempisty; Ulferts, Gornig, Fischer, Hinrichs, Weyers (69. de Vries), Buß (76. Merker), Poppinga (52. Dirks), Risto, Tietje (85. Wolthoff), Südhoff.

Tore: 1:0 Aerts (11.), 1:1, 1:2 Buß (11./13.), 1:3 Buß (Foulelfmeter, 45.+2), 1:4 Weyers (46.), 1:5 Südhoff (59.), 2:5 Schütte (86.).

Wer angesichts der 500 Zuschauer und Moordorfer Überzahl auf eine furiose Aufholjagd gehofft hatte, wurde direkt nach Wiederanpfiff enttäuscht. Beim ersten Angriff schickte Buß Mitspieler Weyers auf die Reise, der cool zum 1:4 vollendete (46.). „Pewsum hat das clever und effektiv gemacht. Sie haben schnell den Deckel drauf gemacht“, erklärte Coach Debelts.

Allerspätestens mit dem 1:5 durch Peter-Niklas-Lukas Südhoff war alles entschieden (59.), aber noch nicht alles gezeigt worden. Denn es gab noch einen vierten Elfmeter, den Moordorfs Andre Röpkes an den Pfosten setzte (68.).

Kapitän Mirco Schütte gelang dann nach einer Freistoßvorlage das 2:5 (86.). Der Schlusspunkt an diesem turbulenten Fußballabend war dann nochmals farbenfroh. In der Nachspielzeit sah Moordorfs Wilko Janssen wegen Handspiels die Gelb-Rote Karte.

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