Fußball

Ostfriesland-Cup: Germania Leer feiert Kantersieg in Großefehn

| | 22.07.2021 22:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Immer einen Schritt voraus: In dieser Szene setzt sich Arlind Jonjic (links) gegen Yahya Berete durch. Fotos: Doden
Immer einen Schritt voraus: In dieser Szene setzt sich Arlind Jonjic (links) gegen Yahya Berete durch. Fotos: Doden
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Fußball-Landesligist Germania Leer feierte im Achtelfinale des Ostfriesland-Cups beim SV Großefehn einen 7:0-Kantersieg. SVG-Trainer Barghorn hatte an dem Abend etwas Besseres vor.

Während die Germania-Spieler im Hintergrund jubeln, ist Shawn King fassungslos.
Während die Germania-Spieler im Hintergrund jubeln, ist Shawn King fassungslos.
Großefehn - Den runden Geburtstag wollte sich Klaus Barghorn dann doch nicht vermiesen lassen. In den letzten Wochen half der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Großefehn aufgrund von Personalnot teilweise noch selber auf dem Platz aus, beim gestrigen Achtelfinale im Ostfriesland-Cup seiner Mannschaft gegen den Landesligisten Germania Leer zog er dann doch die eigene Geburtstagsfeier vor. Statt die 0:7-(0:3)-Niederlage seines Teams zu beobachten, feierte er lieber in seinen 40. Ehrentag rein.

Das war auch die vollkommen richtige Entscheidung, denn sein Co-Trainer Bi Le Tran sah schon in der ersten Hälfte eine völlig überlegene Mannschaft von Germania Leer. Die hatte wohl die Lehren aus der 1:2-Niederlage gegen Großefehn vor gut zwei Wochen beim Saris-Cup gezogen. Der Landesligist kontrollierte die Partie vor rund 350 Besuchern von Beginn an und sorgte auch schon sehr schnell für ganz klare Verhältnisse.

Clever ausgenutzt

Torhüter Tim Ziegler kassierte nach langer Pause gleich sieben Treffer.
Torhüter Tim Ziegler kassierte nach langer Pause gleich sieben Treffer.
Sandro Poppenga setzte sich auf der rechten Seite geschickt durch und flankte scharf vors Tor, Arne Zimmermann (8.) sagte danke und erzielte mit einem satten Schuss die Führung. Nur fünf Minuten später nutzte Arlind Jonjic dann einen Fehler von Andreas Hoffmann. Der hatte Arne Sievers mit einem ungenauen Pass derart in Verlegenheit gebracht, dass der Leeraner Stürmer clever zum zweiten Treffer einnetzen konnte.

Der schnelle Rückstand sorgte für noch mehr Unsicherheit bei Großefehn. In der 21. Minute konnte Eike Begemann mit seinem strammen Linksschuss in die kurze Ecke sogar noch vor der Pause den dritten Treffer erzielen. Der junge Großefehner Keeper Tim Ziegler, der aufgrund der Verletzungen der erfahrenen Torhüter Dennis Janssen und Dennis Kuschel das Gehäuse hütete, wurde nach achtwöchiger Verletzungspause ins kalte Wasser geworfen und von seinen Vorderleuten mehrfach im Stich gelassen.

Wiedergutmachung geglückt

Auch nach dem Wechsel das gleich Bild. Großefehn war hoffnungslos unterlegen. Julian Jauken (54.) tanzte mehrere Gegenspieler aus und machte mit dem vierten Treffer endgültig den Deckel drauf. Böhling (57.), nochmals Jauken (68.) und Busemann (90.) sorgten für den Kantersieg.

Germania-Coach Christian Rosendahl war mit der Wiedergutmachung natürlich höchst zufrieden: „Wir wollten Großefehn früh unter Druck setzen und auch eindeutig gewinnen. Die Mannschaft war sehr fokussiert, das hat schon gut geklappt.“

Bogen vorbeibringen

Spieldaten

SV Großefehn: Ziegler, Janssen, Sievers, King (64. Ageev), Berete (46. Hinrichs), Aden, Specht, Swieter (40. Martens), Specht, Hillers (73. Müller), Hoffmann, Adam.

Germania Leer: Beekmann, Begemann, Diekmann (77. Kurt), Böhling (73. Busemann), Kaßmann, Jauken, Berghaus, Koets (84. Bugiel), Zimmermann, Poppenga, Jonjic.

Tore: 0:1 Zimmermann (8.), 0:2 Jonjic (13.), 0:3 Begemann (21.), 0:4 Jauken (54.), 0:5 Böhling (57.), 0:6 Jauken (68.), 0:7 Busemann (90.).

Sein Gegenüber, Co-Trainer Bi Le Tran, war verständlicherweise enttäuscht: „Wir haben von der ersten Minute an viel zu ängstlich gespielt und uns das Spiel ganz anders vorgestellt. In der zweiten Halbzeit haben wir mal gut zehn Minuten lang ganz ordentlich dagegen gehalten, aber das war viel zu wenig, um Leer in Gefahr zu bringen.“

Ein Teil der Großefehner Mannschaft wollte nach dem Spiel dann doch noch zu Trainer Klaus Barghorn fahren und einen Bogen vorbeibringen. Der Coach wird ob des runden Geburtstages vermutlich milde gestimmt gewesen sein. Schon in Kürze kann der Bezirksligist zur Revanche bitten, denn die Germania-Wochen sind bei Großefehn noch lange nicht beendet.

Auch in der ersten Runde des Bezirkspokals treffen die beiden Teams am 1. August schon wieder aufeinander. Dann sicher auch wieder mit Klaus Barghorn an der Seitenlinie.

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