Politik

Leeraner CDU: Kuhl-Lager straft Heinrichsdorff ab

Katja Mielcarek
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Von Katja Mielcarek
| 26.06.2021 13:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ulf-Fabian Heinrichsdorff. Bild: Archiv
Ulf-Fabian Heinrichsdorff. Bild: Archiv
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Der Vorstand des Leeraner CDU-Stadtverbands hatte Ulf-Fabian Heinrichsdorff auf Platz eins der Kandidaten-Liste gesehen. Das Lager von Bürgermeisterin Beatrix Kuhl sah das anders.

Leer - Vom Vorsitzenden zum letzten Platz der Kandidaten-Liste: Ulf Fabian Heinrichsdorff hat es in den vergangenen Monaten in der CDU-Hierarchie ziemlich weit nach unten gespült. Als Vorstandsvorsitzender des Leeraner Stadtverbands hatte er die Empfehlung mitverantwortet, bei der Bürgermeisterwahl nicht Amtsinhaberin Beatrix Kuhl, sondern Kreiskämmerer Andre Willems zu unterstützen. Als die knappe Mehrheit der anwesenden Mitglieder bei der Versammlung im April dem nicht folgte, trat er zurück.

Am Samstag strafte ihn das Kuhl-Lager bei der Aufstellung der Kandidaten-Liste ab. Der Vorstand hatte ihn auf Platz eins in seinem Wahlbereich gesetzt, Heinrichsdorff tauschte den Spitzenplatz aber noch vor der Abstimmung mit Thomas Bruns. „Wir wollten damit nach dem ganzen Streit in der Vergangenheit ein Signal zur Geschlossenheit setzen“, sagt der Ex-Vorsitzende. Auf Vorschlag von Gesa Groenevold musste sich Heinrichsdorff dann aber für Platz zwei in eine Kampfabstimmung mit Hiltrud Richmond begeben, die er mit 27 zu 30 Stimmen verlor. Bis dahin stand Richmond gar nicht auf der Liste der Kandidaten.

Heinrichsdorff gab auf und ging freiwillig auf den zwölften und damit letzten Platz der Liste: „Zum einen war mir nach der ersten Abstimmung klar, dass das andere Lager mich auf keinen anderen Platz gelassen hätte, zum anderen wollte ich keinen anderen der Kandidaten durch die Kampfabstimmungen beschädigen“, erklärt er. Er sei traurig und habe nicht damit gerechnet, dass die Abstimmung so ausgehen werde. „Jetzt werde ich von Platz zwölf für ein gutes Ergebnis der Liste und für mich kämpfen.“

Die Liste für den anderen Wahlbereich mit Ursel Nimmrich an der Spitze blieb unverändert.

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