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Oldenburg

Klitschko-Affäre: Anklage gegen EWE-Vorstände

Gegen einen amtierenden und einen ehemaligen EWE-Vorstand wurde Anklage erhoben. Archivbild: Dittrich/DPA

Eine Spende an die Stiftung des Ex-Boxers Wladimir Klitschko hat ein Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Anklage gegen einen früheren und einen aktuellen EWE-Vorstand erhoben.

Oldenburg - Der Vorwurf lautet auf Untreue: Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat einen früheren und einen jetzigen Vorstand des Energieversorgers EWE angeklagt. Es geht um eine Spende an die Stiftung des ehemaligen Box-Profis Wladimir Klitschko. Die beiden Manager sollen 2016 bei der Spende interne Regeln des Konzerns mit Sitz in Oldenburg missachtet haben. Es ging dabei um 253 000 Euro, die vorbei am Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates vergeben wurden.

Dem Ex-Vorstand wird auch private Untreue vorgeworfen: Er soll in zwei Fällen private Gäste auf Kosten des Energieversorgers bewirtet haben. Er war im Februar 2017 wegen „einer Vielzahl diverser grober Verfehlungen“ fristlos entlassen worden. Als Hauptgrund war die Spende an die Klitschko-Stiftung in Kiew genannt worden.

Über die Eröffnung des Verfahrens muss einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft zufolge nun das Landgericht Oldenburg entscheiden. Zuständig ist dort die Wirtschaftsstrafkammer.

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