Schere und Spreizer erhalten  Ostrhauderfehner Wehr freut sich über neues Rettungsgerät

| | 04.11.2022 14:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ostrhauderfehns Ortsbrandmeister Ralf Ecken (links) und der künftige Pressesprecher André Visser zeigen das neue Rettungsgerät, das aus Schere und Spreizer besteht. Foto: Zein
Ostrhauderfehns Ortsbrandmeister Ralf Ecken (links) und der künftige Pressesprecher André Visser zeigen das neue Rettungsgerät, das aus Schere und Spreizer besteht. Foto: Zein
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Nachdem es bei zwei Unfällen Probleme gab, die Karosserien von Autos aufzuschneiden, hat die Gemeinde nun reagiert. Allerdings wurden die Geräte nicht gekauft, sondern geliehen. Das hat einen Grund.

Ostrhauderfehn - Gleich zweimal hatte bei Einsätzen der Ostrhauderfehner Ortsfeuerwehr das Rettungsgerät versagt. Bei den beiden Autounfällen im Dezember 2021 in Strücklingen sowie im August dieses Jahres in Holterfehn gelang es den Kameraden nicht, die verunglückten Fahrzeuge aufzuschneiden. Sowohl Schere als auch Spreizer waren zu schwach. Nachdem die Wehr daraufhin Alarm geschlagen hatte, gibt es nun gute Nachrichten. Seit wenigen Wochen verfügt die Ortsfeuerwehr über neues Gerät, mit dem bei künftigen Einsätzen auch die neueren Karosserien zerlegt werden können.

Bei diesem Unfall in Strücklingen im Dezember 2021 wollte die Ostrhauderfehner Ortswehr die Karosserie des verunglückten Autos aufschneiden. Doch das Rettungsgerät versagte. Foto: Feuerwehr
Bei diesem Unfall in Strücklingen im Dezember 2021 wollte die Ostrhauderfehner Ortswehr die Karosserie des verunglückten Autos aufschneiden. Doch das Rettungsgerät versagte. Foto: Feuerwehr

Der stellvertretende Ortsbrandmeister und Pressesprecher Lars Ammermann sagt: „Wir sind froh, dass wir jetzt eine neue Schere und einen neuen Spreizer haben.“ Nach dem zweiten Unfall im August habe es glücklicherweise zügig mit der Neubeschaffung geklappt. Die beiden Geräte wurden jedoch nicht gekauft, sondern geliehen. Für einen Kauf hätten entsprechende Mittel in Höhe von etwa 15.500 Euro im Haushaltsplan 2022 eingestellt werden müssen. Das war jedoch bei den Etat-Planungen, die im Herbst 2021 erfolgt sind, nicht passiert. Damals war das Problem der zu schwachen Geräte allerdings auch noch nicht bekannt. Ortsbrandmeister Ralf Ecken erklärt dazu: „Wenn wir solche Einsätze geübt haben, dann an älteren Fahrzeugen.“ Aufgefallen war es erst bei dem Unfall im Dezember 2021 in Strücklingen, als es nicht gelang, die Karosserie eines neueren Autos aufzuschneiden.

300 Euro Leihgebühr im Monat

Ostrhauderfehns Bürgermeister Günter Harders erklärt zur jetzigen Neubeschaffung: „Wir haben zunächst von der Firma FNW Feuerwehrservice Nord-West GmbH aus Garrel den akkubetriebenen Spreizer und die akkubetriebene Schere geliehen, um die Feuerwehr mit dem stärksten zurzeit am Markt vorhandenen Gerät auszustatten. Ich gehe davon aus, dass damit dann alle notwendigen Schnitte an Fahrzeugen und die Öffnung von Türen erfolgen können.“ Die monatliche Leihgebühr beträgt 300 Euro, die aus aktuellen Haushaltsmitteln bezahlt wird. „Hier gelten andere gesetzliche Vorgaben als bei Investitionen, deshalb ist die Miete möglich“, erklärt Harders. Wenn demnächst der Etat für das Jahr 2023 festgelegt wird, dann soll auch Geld für den Kauf von ganz neuen Geräten zur Verfügung gestellt werden. Bis die Neuanschaffung vollzogen ist, bleiben die jetzt geliehenen Geräte bei der Ortswehr.

Das Thema Rettungsgeräte könnte auch am kommenden Dienstag noch einmal angesprochen werden. Dann treffen sich die vier Ostrhauderfehner Ortsfeuerwehren zur Gemeindekommando-Sitzung. Dann wird auch ein Wechsel im Leitungsteam der Ostrhauderfehner Ortswehr vollzogen: Lars Ammermann wird den Posten als Pressesprecher an André Visser abgeben. Ammermann bleibt jedoch stellvertretender Ortsbrandmeister.

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