Saterland-Barßel
Saterfriesischer Sprachmelodie auf der Spur

Saterland/Oldenburg - Als Professor Marron Fort Ende September in Oldenburg den Niedersächsischen Verdienstorden entgegennahm, freute er sich über diese Ehre, weil sie sein Lebenswerk würdigte. Er verband mit seinem Dank für die Auszeichnung, Wunsch und Hoffnung, dass sein Werk weitergeführt werde: Seit fast einem halben Jahrhundert erforscht der gebürtige US-Amerikaner und Wahl-Leeraner die niederdeutsche und saterfriesische Sprache und leistet mit seinem Einsatz einen essenziellen Beitrag zum Erhalt der bedrohten Sprachen.
Mit Professor Jörg Peters führt ein Sprachwissenschaftler der Universität Oldenburg die Feldstudien des 73-Jährigen jetzt weiter – unter anderem thematischen Schwerpunkt zwar, doch werden Peters und sein Team – wie Marron Fort und noch vor ihm der Niederländer Pyt Kramer – mit Tonbandgeräten durchs Saterland streifen und saterfriesische Muttersprachler interviewen.
Schwerpunkt liegt auf der Satzmelodie
Fort und Kramer zeichneten einst den saterfriesischen Wortschatz auf. Professor Jörg Peters und die Sprachwissenschaftler Dr. Wilbert Heeringa und Heike Schoormann wollen sich der Satzmelodie (Prosodie) annehmen. Das Linguisten-Team ist in den kommenden drei Jahren den regionalen Unterschieden in der Aussprache des Saterfriesischen auf der Spur und analysiert den Einfluss von Niederdeutsch und Hochdeutsch auf die Minderheitensprache.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag, 2. November, im General-Anzeiger.

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