Saterland-Barßel

Saterland/Brüssel
20.06.2012

„Ausgezeichnete Visitenkarte hinterlegt“

Trafen sich in Brüssel zu einem saterfriesischen Abend (von links): Heinz-Hermann Evers, Marianne Fugel, Ane Tang Vahr, Botschafter Carsten Sondergard, Lone Sondergard, Prof. Dr. Marron C. Fort, Michael Freericks, Anne Wilkens, Marion Erdmann, Botschafter
Trafen sich in Brüssel zu einem saterfriesischen Abend (von links): Heinz-Hermann Evers, Marianne Fugel, Ane Tang Vahr, Botschafter Carsten Sondergard, Lone Sondergard, Prof. Dr. Marron C. Fort, Michael Freericks, Anne Wilkens, Marion Erdmann, Botschafter

Eine Delegation aus dem Saterland präsentierte ihre Sprache und Kultur auf europäischer Bühne. Professor Marron C. Fort stellte sein Wörterbuch für die Minderheitensprache vor und machte die Zuhörer mit Besonderheiten des Saterfriesischen vertraut.

Saterland/Brüssel - Als kleinste Sprachinsel Europas hat es das Saterland nicht nur ins Guinness-Buch der Rekorde, sondern auch auf die europäische Bühne nach Brüssel geschafft. Auf Vermittlung von Marion Erdmann, Ehefrau des deutschen NATO-Botschafters Martin Erdmann und gebürtige Saterfriesin, lud die niedersächsische EU-Vertretung am Dienstag zu einer Abendveranstaltung unter dem Titel „Das Saterfriesische – eine gelebte Minderheitensprache in Norddeutschland“ ein.

Professor Marron C. Fort, der bekannteste Experte der letzten überlebenden Variante des Urostfriesischen, machte das Brüssler Publikum mit den Besonderheiten dieser anerkannten Minderheitensprache vertraut. Unterhaltsam berichtete er, wie er vor über drei Jahrzehnten in enger Kooperation mit zwanzig Sprechern des Saterfriesischen das erste Wörterbuch dieser Sprache zusammentrug, dessen Neuauflage demnächst erfolgt. Gefragt, warum das Wörterbuch keine abstrakten Begriffe aufführt, überzeugte Fort mit der Antwort: „Der Bauer philosophiert nicht mit seinen Kühen!“

Mit großem Beifall aufgenommen wurden die sprachlichen und musikalischen Beiträge einer achtköpfigen Delegation aus dem Saterland, die für die Veranstaltung eigens nach Brüssel gereist war und dabei die Gelegenheit nutzte, sich für die gute Unterstützung zu bedanken, die das Saterfriesische seitens der Landesregierung erfährt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch, 20. Juni, im General-Anzeiger

Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel

Sie können maximal 1500 Zeichen eingeben.

Die Online-Angebote der Zeitungsgruppe Ostfriesland

© ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH - Made with newsdirect