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Ostfriesland/Hannover

Ministerium: Aale aus Ems und Leda nicht essen

Aale gelten als Delikatesse. Wenn sie in Ems oder Leda gefangen werden, sollte man sie besser meiden. Bild: Pixabay

In der Ems und der Leda sind viele Fische mit den Schadstoffen Dioxin und PCB belastet. Das Niedersächsische Ministerium für Verbraucherschutz rät, Aale und Brassen aus den Flüssen nicht zu verzehren.

Ostfriesland/Hannover - Aale aus der Ems oder der Leda sollen nicht gegessen werden. Auch bei Brassen aus diesen beiden Flüssen ist Vorsicht geboten. Das geht aus einer Mitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hervor. Die Fische sind mit Dioxinen oder dem dioxinähnlichen Stoff PCB belastet.

Das Ministerium hält damit eine Empfehlung aus dem Jahr 2011 aufrecht. Damals hatte es bereits die Empfehlung gegeben, Aale und Brassen aus bestimmten Flüssen nicht zu essen. Auch in Elbe, Weser oder Aller sind die Fische stark belastet.

Dioxin reichert sich im Fett an

Bei Aalen sei die Konzentration von Schadstoffen deswegen hoch, weil sie aufgrund ihres hohen Fettgehalts die Gifte besonders stark einlagerten, heißt es aus dem Ministerium. Bei Brassen sei die Belastung in der Ems und der Leda etwas geringer. Hier empfiehlt das Ministerium keinen kompletten Verzicht. Mehr als zwei Portionen von 200 Gramm pro Monat sollten aber nicht gegessen werden.

Als Langzeitwirkungen der Dioxine wurden etwa Störungen des Immunsystems, schwere Erkrankungen der Haut, der Atemwege, der Schilddrüse und des Verdauungstraktes festgestellt. In Tierversuchen wurden krebserregende Wirkungen nachgewiesen. Dioxine gelangen auf verschiedene Art in die Umwelt. Sie entstehen etwa als unerwünschte Nebenprodukte bei thermischen und chemischen Prozessen. In Lebewesen reichern sich Dioxine vor allem in Fettgewebe an und bauen sich nur langsam ab. Fische werden nach Angaben des Ministeriums regelmäßig auf Dioxine und PCB untersucht.

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