General-Anzeiger
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Langeoog/Aurich

Polizei ermittelt Brandstifter

16. Oktober 2009

Die Feuer im ehemaligen Langeooger Gymnasium und in einem Haus in der Nürnburger Straße in Aurich sind geklärt. Jeweils zwei junge Männer sind dafür verantwortlich. Auf der Insel war ein Schaden von rund 2,5 Millionen Euro entstanden.
Das ausgebrannte ehemalige Gymnasium auf Langeoog. Zwei Männer hatten auf dem Dachboden gezündelt. Das ganze Gebäude brannte ab.
Langeoog/Aurich - Die Polizei hat herausgefunden, wer für zwei Brände auf Langeoog im Mai und in Aurich im September verantwortlich ist. Nach Angaben der Beamten haben zwei 22 Jahre alte Männer das Feuer im ehemaligen Inselgymnasium gelegt, ein 19 und ein 21 Jahre alter Mann sind für Brände am Nürnburger Wall in Aurich verantwortlich.

Auf die beiden, die inzwischen in Bayern leben, war die Polizei nach Zeugenaussagen aufmerksam geworden. Die Männer haben die Tat zugegeben, bei der am Abend des 13. Mai ein Schaden von etwa 2,5 Millionen Euro entstanden war. Das ehemalige Gymnasium war völlig ausgebrannt. Nach ihren Aussagen hätten die 22-Jährigen in dem Gebäude einen Stuhl angezündet, so die Polizei. Das Feuer habe rasend schnell auf den Dachboden übergegriffen. Eigene Löschversuche seien vergebens gewesen, so die Männer. Schließlich hätten sie Mühe gehabt, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Bei der Flucht vom Gelände der ehemaligen Schule, hatte sie dann ein Zeuge beobachtet, sich aber nicht bei der Polizei gemeldet. Erst über Umwege erfuhren die Beamten davon.

Ebenfalls geklärt ist, wer am 26. September einen Sperrmüllhaufen am Nürnburger Wall in Aurich angezündet hat. Das Feuer war auf ein Zweifamilienhaus übergesprungen, die Feuerwehr musste vier Menschen aus dem Gebäude retten. In der gleichen Nacht brannten in der Nähe zwei Papiertonnen. Die will ein 19 Jahre alter Mann angezündet haben. Er gab zu, auch bei dem Feuer des Sperrmüllhaufens dabei gewesen zu sein. Nach seinen Angaben war dafür aber ein 21-jähriger Mann verantwortlich, der ihn begleitete. Die Polizei kennt den Mann und fahndet nach ihm. Er ist wohnungslos, lebt in Süddeutschland und war im September nur kurz in Aurich.

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