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Leer

"Herzkranke sollten geimpft sein"

Von Petra Herterich
27. November 2009

Auch die Schweinegrippe war Thema bei der GA-Telefonaktion. Diese Patienten gehören zur Risikogruppe, so die Mediziner. Das gelte vor allem für die betroffenen Kinder.
Sie waren zwei Stunden lang am GA-Telefon (von links): Christian Vahlhaus, Ekkehard Stammwitz, Thorsten Müller, Gerd Flessner, Jörg Rüterjans und Rainer Willing.
Bild: Herterich
Leer - Eine reine Herzenssache war die Telefonaktion von GA und AOK für alle Teilnehmer. Zwei Stunden lang saßen die Experten am Mittwochnachmittag bereit, um Fragen zu beantworten. Es ging um Herzinfarkte, angeborene Herzfehler, Rhythmusstörungen und die Impfung gegen Schweinegrippe.

Beantwortet wurden die Fragen von den Kardiologen Dr. Ekkehard Stammwitz (Chefarzt am Klinikum Leer), seinem Nachfolger Dr. Christian Vahlhaus (zurzeit noch Oberarzt an der Uniklinik Münster) und Dr. Rainer Willing, Kinderkardiologe an der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich, so wie von Gerd Flessner, der vor 15 Jahren ein neues Herz erhielt und ehrenamtlich für die Deutsche Herzstiftung arbeitet, und Thorsten Müller und Jörg Rüterjans, die sich im Verein "Herzkinder Ostfriesland" engagieren.

Hier eine Auswahl der gestellten Fragen und Antworten:

Frage: Ich habe Herzrhythmusstörungen. Wie gefährlich ist das?

Stammwitz: An sich hat jeder gesunde Mensch mal Rhythmusstörungen. Die sind an sich nicht gefährlich. Entscheidend ist, ob es eine Grunderkrankung gibt. Dann können solche Störungen auch zum Herzinfarkt führen. Auf jeden Fall sollte man ein EKG machen lassen.

Frage: Ich hatte einen Herzinfarkt. Besteht die Gefahr, dass ich noch einen bekommen?

Stammwitz: Das ist durchaus möglich. Wichtig ist, dass man sich regelmäßig untersuchen lässt, mindestens ein Mal pro Jahr. Man kann natürlich mit Medikamenten vorbeugen, auch Sport ist wichtig. Die Zigaretten sollten spätestens jetzt auf jeden Fall weg bleiben.

Willing: Auf jeden Fall. Herzpatienten gehören zu den Risikogruppen. In Deutschland sind bisher 23 Menschen an der Schweinegrippe gestorben, zehn davon waren Kinder, sieben von ihnen herz- oder lungenkrank. Die Impfung an sich ist ungefährlich - es sterben mehr Kinder im Straßenverkehr als an einer Impfung.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag, 27. November, im General-Anzeiger.

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