Schülerbeiträge

Ihren/Bunde

Drogenschmugglern ganz nah auf der Spur

Vor dem Gebäude der Bundespolizei in Bunde entstand dieses Gruppenbild. Bild: Privat

Von der Klasse 4

Die Viertklässler der Grundschule Ihren besuchten die Bundespolizei in Bunde. Die Nachwuchsreporter stellten den Beamten viele Fragen – und erlebten einen spannenden Vormittag.

Ihren/Bunde - Die Klasse 4 der Grundschule Ihren hat die Bundespolizei in Bunde besucht. Der Polizist Andreas Hemptenmacher begrüßte die Schüler in der Polizeistation und erzählte Spannendes über die Bundespolizei. Die kleinen Reporter hatten sich gut vorbereitet und viele Fragen im Gepäck. Zusammen mit seinem Kollegen Carsten Wilts führte der Polizist die Kinder anschließend durch die Polizeibüros, die Wache, den Zellentrakt, die Asservatenkammer und über den Parkplatz.

Polizei und Bundespolizei? Ist das nicht dasselbe? Tom, Eleanor und Lilly kennen den Unterschied: In Deutschland gibt es die Länderpolizei und die Bundespolizei. Alle Polizisten sind für die Sicherheit der Menschen da und helfen anderen. Dabei arbeiten sie eng zusammen. Die Länderpolizei ist die normale Polizei. Sie kümmert sich zum Beispiel um Diebstähle oder Anzeigen. Die Bundespolizei mit etwa 40 000 Beamten hat andere Aufgaben.

Marvin B., Marcel, Lana und Vanessa erklären, was Bundespolizisten tun: Eine wichtige Aufgabe ist der Grenzschutz. Die Polizisten kontrollieren den Waren- und Personenverkehr an den deutschen Grenzen. An Bahnhöfen und in Flughäfen sind sie auch im Einsatz. Außerdem gibt es eine Marine, die die deutschen Seegrenzen schützt. Im Ausland sichern Bundespolizisten die deutschen Botschaften. Sie passen auf das Personal auf und helfen deutschen Staatsbürgern bei Problemen. Weltweit unterstützt die Bundespolizei die Ausbildung anderer Polizisten.

Mit der wichtigsten Aufgabe der knapp 40 Bundespolizisten in Bunde beschäftigen sich Maximilian, Jan-Philip, Kimberly und Lea: Das ist der Grenzschutz zu den Niederlanden. Die Polizisten überwachen täglich die Einreisen nach und die Ausreisen aus Deutschland. Dabei haben sie alle Fahrzeuge auf der Autobahn im Blick. An der fast 70 Kilometer langen holländischen Grenze werden oft Drogen und Waffen hin- und hergeschmuggelt. Die Polizisten in Bunde halten verdächtige Personen an und kontrollieren sie. Dabei arbeiten sie mit den niederländischen Polizisten zusammen. Zum Glück lassen sich die meisten Verdächtigen kontrollieren. Die Polizisten mussten noch nie jemanden erschießen.

Damit die Polizisten Verdächtige Personen verfolgen können, haben sie viele Fahrzeuge. Die sahen sich Nico D., Julian, Lisa und Kristina genauer an: Die Polizisten haben Autos, Bullis und Motorräder, mit denen sie bei einer Verfolgung schnell fahren. Laute Sirenen, ein helles Blaulicht und Anhaltesignale helfen, Verdächtige zum Anhalten zu bringen. Wenn sie nicht freiwillig anhalten, hat die Polizei einen Nagelgurt, den sie auf die Straße legt. Manchmal wird sie sogar gesperrt. Meistens halten Verdächtige freiwillig an, um nicht aufzufliegen. Die Bundespolizisten können auch auf Dienstpferden reiten, zum Beispiel bei einem Fußballspiel. In Berlin gibt es eine Pferdestaffel. Ein Spürhund hilft manchmal, Drogen aufzuspüren.

Wie Verdächtige in Gewahrsam genommen werden, erklären Jannes, Marvin S., Wiebke und Merle: Wenn jemand beim Schmuggeln erwischt wird, kommt er mit auf die Polizeistation. Bei der Vernehmung gucken die Polizisten auf den Ausweis und befragen die Person. Sie machen Fotos und scannen den Fingerabdruck. Sie machen auch einen Drogentest. Danach kontrollieren die Polizisten, ob die Computer-Datenbank den Verdächtigen kennt. Im schlimmsten Fall kommt er vorübergehend in eine von zwei Zellen. Ein Richter entscheidet dann, ob er ins Gefängnis muss.

Die Schmugglerware wird den Verdächtigen weggenommen. Sina, Lara, Paul und Keno wissen, was die Polizisten mit illegalen Drogen und Waffen machen: Die Gegenstände werden in die Asservatenkammer gelegt und sind Beweismittel. Wir durften einen Blick hineinwerfen und haben festgestellt, dass Haschisch echt komisch riecht. Jede beschlagnahmte Waffe oder Droge wird von den Polizisten im Asservatenbuch notiert. In der Waffenkammer bewahren die Polizisten ihre eigenen Schusswaffen auf, damit sie niemand klaut. Wir haben sogar ein echtes Maschinengewehr gesehen.

Was die Bundespolizisten machen, wenn sie gerade keinen Einsatz haben, wissen Dirk, Nico S. und Adriana: Die Polizisten erledigen Arbeit im Büro. Sie müssen aufschreiben, was bei den Einsätzen passiert. Polizisten, die nicht unterwegs sind, arbeiten in der Wache. Sie sitzen am Computer, telefonieren, überwachen das Funkgerät und sagen anderen Polizisten, wenn ein Einsatz kommt. Der Chef auf der Wache ist der Wachführer. Der ist eigentlich 24 Stunden am Tag da. Manchmal führen Bundespolizisten auch Kinder herum. Langweilig wird es ihnen also eigentlich nie.

Wir sagen „Danke!“ für einen tollen Vormittag. Uns war nicht langweilig und wir haben viele spannende Geschichten gehört.

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