Schülerbeiträge

Rhauderfehn

Schüler sahen sich „Petze“-Ausstellung an

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Die Klasse 4 a der Sundermannschule Rhauderfehn hat sich die „Petze“-Ausstellung im Rathaus angesehen. Die Viertklässler erkundeten während ihres Besuches sechs verschiedene Stationen. Bilder: Privat
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Von der Klasse 4 a

Nachwuchsreporter der Sundermannschule Rhauderfehn waren im Rathaus unterwegs. Die Viertklässler erkundeten während ihres Besuches sechs verschiedene Stationen. Eine davon gefiel ihnen besonders gut.

Rhauderfehn - Wir, die Klasse 4 a der Sundermannschule Rhauderfehn, liefen gemeinsam mit unserer Parallelklasse zur Gemeinde, um uns dort die „Petze“-Ausstellung zu besuchen. Dort wurden wir von Marina Krone empfangen. Frau Krone ist die Präventionsbeauftragte der Gemeinde Rhauderfehn. Sie erklärte uns, dass es in der Ausstellung um sexuellen Missbrauch geht.

Es gab sechs Stationen in der Ausstellung, die wir in kleinen Gruppen erkunden konnten. Jede Gruppe bekam ein Arbeitsblatt zu den einzelnen Stationen. An der Station „Nein-sagen“ gab es ein Messgerät. Dort konnten wir so laut wie wir wollten „Nein“ schreien. Das „Nein-Sagen“ durften wir außerdem vor einem großen Spiegel üben, und zwar mit den Händen, mit dem Gesicht und mit dem ganzen Körper. Eine aufrechte Körperhaltung sieht beispielsweise viel selbstbewusster aus als eine geduckte Haltung.

Außerdem gab es einen Sorgenmantel, den wir anzogen und spürten, wie schwer sich verschiedene Sorgen anfühlen. Es hingen nämlich ganz viele Schilder mit Sorgen darauf an dem Mantel.

An einer anderen Station konnten wir durch Gucklöcher schauen und verschiedene Bilder sehen, die mehr oder weniger bedrohliche Szenen darstellten.

Sehr spannend fanden alle Kinder eine Wand mit Mündern dran. Wenn wir ganz nahe an einen Mund herangingen, hörten wir Geheimnisse von Kindern und sollten überlegen, ob es ein gutes oder ein schlechtes Geheimnis war. Ein schlechtes Geheimnis macht Angst und fühlt sich im Bauch nicht gut an. Ein gutes Geheimnis fühlt sich gut und ein bisschen spannend an. Wir lernten, dass wir schlechte Geheimnisse auf jeden Fall jemandem erzählen sollen.

Zum Ausruhen gab es ein tolles Lesezelt mit vielen Büchern.

Nachdem alle Gruppen die Stationen beendet hatten, versammelten wir uns vor einem Jubelthron. Frau Krone erklärte uns, dass sich jeder einmal auf den Thron setzen darf. Also setzten wir uns auf den Thron und ein lautes Jubeln war zu hören. Unsere Klassenkameraden jubelten auch mit. Das fühlte sich für einige Kinder toll an, andere waren etwas verlegen. Frau Krone machte von jedem Kind ein Foto. Zum Schluss wollten wir auch noch unsere Lehrerinnen Gisela Cybalski und Meike Stoyke auf dem Thron sehen.

Am Ende des Vormittages fragte uns Frau Krone noch, wie uns die Ausstellung gefallen hat und was am besten war. Alle fanden die Ausstellung toll und die meisten Kinder fanden das Hören der guten und schlechten Geheimnisse am interessantesten.

Als wir uns verabschiedeten, bekamen wir noch eine kleine Karte mit der Nummer gegen Kummer – für den Notfall.

Auf dem Rückweg hat uns noch ein Regenschauer überrascht. Trotzdem waren sich alle einig: Dieser Besuch hat sich gelohnt!

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