Schülerbeiträge

Strücklingen

Grundschüler backen Brot für Uganda

Stolz präsentieren die Viertklässler aus Strücklingen ihre gebackenen Werke. Bild: Privat

Von der Klasse 4 b

Viertklässler aus Strücklingen sammelten damit Geld für die Misereor-Fastenaktion. 250 Euro kamen dabei zusammen. Die Marienschüler unterstützen das Projekt schon seit vielen Jahren. Neu ist aber, dass die Nachwuchsreporter diesmal einen Artikel dazu verfasst haben.

Strücklingen - Wir, die Viertklässler der Marienschule Strücklingen, haben in den vergangenen Wochen viele Brote gebacken und sie an unsere Mitschüler verkauft. Warum? Wir wollten mit dem Geld die Misereor-Fastenaktion unterstützen. Das hat an der Marienschule Strücklingen schon Tradition. Seit vier Jahren helfen die Viertklässler bei Misereor-Projekten. Wir hatten schon zwei Flohmärkte. Einmal haben wir Waffeln gebacken – und in diesem Jahr war es eben Brot. Insgesamt haben wir 250 Euro eingenommen und uns sehr darüber gefreut. (Dominika, Simon, Denis, Markus, Dario und Drinis)

Die Idee entstand so: Im Religionsunterricht haben wir erfahren, wie Lokutaan – ein zwölfjähriger Junge aus Uganda – mit seiner Familie lebt und welche Probleme sie haben. Viele Familien in Uganda haben sehr wenig zu essen. Sie essen jeden Tag nur Hirsebrei. Das Hilfswerk Misereor schickt deshalb Fachleute zu ihnen, die dabei helfen, Gemüsegärten anzulegen und richtig zu bewässern.

Lokutaan kann leider nicht zur Schule gehen, weil die Familie kein Geld hat. Sie laufen jeden Tag mit einem Krug zum See, um Wasser zu holen. Lokutaan muss jeden Morgen früh aufstehen und sich um die Ziegen kümmern. Wenn seine Mutter Gemüse anbaut, bekommt Lokutaan nicht nur etwas Gesundes zu essen. Ein bisschen Gemüse kann seine Mutter auch auf dem Markt verkaufen – und vielleicht reicht das Geld schon bald für Lokutaans Schulbesuch. (Cindy)

Das Projekt hat uns gut gefallen. Unsere Religionslehrer haben uns gefragt, ob wir helfen wollen. Wir haben abgestimmt und die meisten waren dafür. Also sagten unsere Lehrer, dass wir an einem Wochenende Brote backen sollten. „Solibrote“ heißen solche Brote bei Misereor.

Da wir nur 44 Schüler sind und fast 70 Brote bestellt wurden, mussten die Lehrer und ein Bäcker mithelfen. Es war trotzdem noch sehr schwierig, so viele Brote zu backen. (Jennifer, Linda, Chantal, Lucas, Gregor und Pascal)

Warum haben wir ausgerechnet Brote gebacken? Zuerst haben wir den Schulgottesdienst am Aschermittwoch gestaltet. Es ging um die Misereor-Fastenaktion und um die Frage: „Wie wertvoll ist Brot?“ Im Gottesdienst hat Justin einen Reporter gespielt, der durch die Welt reist. Überall hat er den Menschen ein Brot gezeigt und gefragt: „Wie lange würden Sie für dieses Brot arbeiten?“ In Hamburg wies man den Reporter ab. Als er in New York ankam, rief ein Passant die Polizei.

In den reichen Ländern denkt man, dass Brot nicht viel wert ist. Danach kam der Reporter nach Nigeria. Da drängte sich eine Menschenmenge um den Reporter. Einige wollten sogar fünf Stunden für das Brot arbeiten. Zuletzt kam er nach Delhi in Indien. Es kamen viele Leute auf ihn zu und sagten: „Ich arbeite einen ganzen Tag für das Brot.“ In den armen Ländern der Welt ist Brot sehr wertvoll. Deshalb haben wir Brot gebacken. (Ole, Nils, Marvin, Lukas und Julio)

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