Schülerbeiträge

Strücklingen/Folmhusen

Mit Zeitzeugen im Schulmuseum

Die Strücklinger Nachwuchsreporter und ihre Großeltern konnten im Schulmuseum Folmhusen viele Eindrücke sammeln – zum Beispiel, wie der Unterricht vor 100 Jahren war. Bild: Privat

Von der Klasse 3 b

Die Drittklässler aus Strücklingen hatten ihre Großeltern nach Folmhusen mitgenommen. Dort erfuhren die Nachwuchsreporter einiges über die Verhältnisse in den damaligen Klassen. Sie erlebten unter anderem eine Schulstunde wie vor 100 Jahren.

Strücklingen/Folmhusen - Die heutigen Schüler der Klasse 3 b der St. Marienschule Strücklingen trafen im Schulmuseum Folmhusen auf einige Schüler von vor 60 Jahren. „Schule heute – Schule früher“ war ihr Thema, dass sie im Rahmen des GA-Projekts „Lese-Leuchten“ genauer untersuchen wollten. Es galt für sie herauszufinden, wie es den Schülern früher ergangen ist, und ob Ähnlichkeiten zum heutigen Schulalltag zu finden sind. Im Mittelpunkt standen für sie der Pausenhof, der Schulweg, das Klassenzimmer, die Schrift und die Regeln im damaligen Klassenverband.

Um möglichst viele Informationen und bildliche Eindrücke von früher zu bekommen, machte die Klasse kürzlich einen Ausflug ins Schulmuseum. Allerdings war es kein gewöhnlicher Ausflug für die Kinder, denn sie nahmen ihre Großeltern als Zeitzeugen mit. Die Kinder erlebten zunächst eine Schulstunde wie vor 100 Jahren und befragten im Anschluss ihre persönlichen Zeitzeugen zu ungeklärten Fragen.

Pia zum Beispiel fand heraus, dass die Schulwege zwar länger waren, da es früher noch keine Autos oder Busse gab, die Kinder aber wie heute in kleinen Gruppen zur Schule gingen. In der Schule mussten sich die Kinder – es waren meist doppelt bis dreimal so viele in einem Klassenraum wie heute – dann an strenge Regeln halten.

Wenn man früher quatschte oder zu Unterrichtsbeginn schmutzige Hände hatte, so fanden Lina, Moritz, Julia, Loreen und Thalea heraus, musste man in die Ecke gehen oder bekam Stockhiebe auf die Hände.

Großen Ärger gab es auch, wenn man seine Schiefertafel zerbrochen hatte oder beim gemeinsamen Schreiben nicht sauber genug arbeitete. Maren, Jonas W., Vanessa, Tim, Roeland und Jonas M. ließen sich erklären, dass sauberes Schreiben früher noch schwerer war als heute, denn die „Deutsche Schrift“, wie die Schreibschrift in Deutschland noch vor 100 Jahren hieß, war sehr kompliziert. Darum wurde sie über die Jahre immer mehr vereinfacht, bis dann die „Lateinische Ausgangsschrift“ entstand, die Schulkinder noch heute lernen.

Auch das Klassenzimmer war früher alles andere als heiter und gemütlich, berichteten schließlich Leni, Elvin, Marcel und Luca. Es war kaum geschmückt und sah kahl aus. Die Jungs saßen in unbequemen, sehr engen Zweier-, die Mädchen in  Vierer-Bänken. Eine Heizung gab es nicht, nur einen Kamin, der den ganzen Raum erwärmen musste.

Pausen hatten die Kinder früher sehr viel weniger als heutzutage. Immanuel konnte zu diesem Thema in Erfahrung bringen, dass es Klettergerüste und Schaukeln früher auf den Pausenhöfen nicht gab. Meist diente als Pausenhof nur eine Wiese, auf der die Kinder Fangen oder mit Murmeln spielten. Trotzdem waren die Kinder fröhlich in den Pausen, denn meistens durften sie nur in der Schule spielen. Zu Hause mussten sie oft in der Küche oder auf dem Feld helfen.

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