Schülerbeiträge

Ihren/Bunde

Grundschüler hatten Verdächtige im Visier

Zum Abschluss des Besuchs versammelten sich alle für ein Erinnerungsfoto vor dem Polizeirevier. Bild: privat

Von der Klasse 3/4

Die Dritt- und Viertklässler aus Ihren besuchten das Bundespolizeirevier in Bunde. Nicht nur die Nachwuchsreporter waren bestens auf den Ausflug vorbereitet. Auch die Polizisten bereiteten ihnen einen tollen Empfang und wussten auf alle Fragen eine Antwort.

Ihren/Bunde - Die Klasse 3/4 der Grundschule Ihren besuchte in der vergangenen Woche das Bundespolizeirevier in Bunde. Polizeikommissar Ralf Löning begrüßte die Schüler gemeinsam mit seinen Kollegen. Die Kinder erfuhren sehr viel über die Arbeit der Bundespolizei. Ein Höhepunkt des Ausflugs war die Tour durch das Polizeirevier, bei der die Kinder die Polizeibüros, die Wache, den Zellentrakt, die Asservatenkammer und den Parkplatz hautnah erleben durften.

Bei der Bundespolizei arbeiten ungefähr 40 000 Beamte. Sie schützen die Menschen, sodass keiner beklaut, bedroht oder verletzt wird. Die Polizisten sichern Grenzen, damit nichts geschmuggelt werden kann. Reisende werden auch an Bahnhöfen und Flughäfen kontrolliert. Die Küstenwache guckt auf der Nord- und Ostsee, wer da mit dem Schiff fährt. Im Ausland schützt die Bundespolizei alle, die in den deutschen Botschaften arbeiten. Sie helfen auch, neue Polizisten auszubilden, zum Beispiel in Afrika.

In Bunde arbeiten 40 Polizisten, die jeden Tag die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden bewachen. Sie arbeiten besonders viel an der Autobahn. Immer zwei Polizisten fahren Streife und beobachten, wer hin- und herfährt. Die Polizisten arbeiten auch in Bahnhöfen, zum Beispiel in Leer. Sie müssen aufpassen, dass niemand Drogen oder andere verbotene Dinge wie Waffen schmuggelt. Deswegen kontrollieren sie verdächtige Personen.

Bundespolizisten arbeiten nicht nur mit anderen deutschen Polizisten zusammen. In Bunde kennen sie auch ihre niederländischen Kollegen gut. Das hat einen Grund: Früher waren Verbrecher sehr schlau. Sie wussten, dass die deutsche Polizei nicht über die niederländische Grenze fahren darf. Da hatten sie Glück und konnten in die Niederlande flüchten. Nun gibt es einen deutsch-niederländischen Polizeivertrag. Wenn die Polizisten zusammenarbeiten, können sie Verdächtige viel besser jagen. Die Verdächtigen werden umzingelt und können nicht flüchten. Deutsche Polizisten dürfen auch in die Niederlande fahren und umgekehrt.

Viele Bundespolizisten haben schnelle Autos, Bullis, Motorräder, Hubschrauber und Schiffe. Sie üben, damit ganz schnell fahren zu können. In Bunde haben sie sieben Fahrzeuge. Damit werden Verdächtige verfolgt. Die sollen anhalten – und deswegen hat die Polizei eine Sirene und ein Blaulicht auf dem Auto. Die Beamten können auch ein Schild mit den Hinweisen „Bitte folgen“ oder „Stopp, Polizei“ einschalten. Wenn man das sieht, sollte man besser anhalten. Wegfahren bringt nichts, die Polizisten können ganz schön Gas geben und finden einen.

Einige Leute lassen sich die abenteuerlichsten Verstecke für verbotene Gegenstände einfallen. Die Beamten kennen sich aber mit Kriminalität gut aus und finden die Gegenstände oft. Verdächtige werden angehalten und müssen den Ausweis zeigen.

Verbotene Gegenstände werden ihnen weggenommen und sie müssen mit auf die Wache. Da wird die Person durchsucht, gemessen, gewogen und fotografiert. Außerdem muss man Fingerabdrücke abgeben. Besondere Merkmale wie Tattoos oder Narben werden gekennzeichnet. Die Polizisten gucken im Computer, ob der Verdächtige bekannt ist. Dann wird eine Anzeige geschrieben.

Besonders gefährliche Leute kommen in eine Zelle. Die ist sehr eng, hat keine Fenster. Darin steht nur eine Liege zum Schlafen. Dort muss man dann warten.

Illegale Gegenstände wie Marihuana, Pistolen, Messer und Schlagringe bringen die Polizisten in die Asservatenkammer. Vor allem Waffen und Drogen, die in Deutschland verboten sind. Einige von diesen Dingen durften wir anfassen – ein sehr merkwürdiges Gefühl. Wir haben sogar die Asservatenkammer gesehen. Dort werden die Drogen gelagert, bis sie vernichtet werden. Sie riechen komisch und sind nicht gesund für Menschen, denn sie können krank oder abhängig machen und sind manchmal sogar tödlich.

Zum Schutz vor handgreiflichen Verbrechern tragen Polizisten eine Uniform. Wir durften Westen und Helme anziehen. Beamte haben einen Sicherheitsgürtel mit Pistole, Handschellen, Taschenlampe, Pfefferspray und Schlagstock. Sie müssen einmal im Monat ins Schießkino gehen, um zu üben, wie man auf jemanden schießt.

Die Polizisten finden ihre Arbeit spannend und abwechslungsreich, weil jeder Tag anders ist. Man weiß nie, ob und was die Leute zu verbergen haben, die angehalten werden. Jeden Tag gibt es neue Verdächtige. Die Beamten in Bunde haben schon sehr viele Personen verfolgt und durchsucht. Sie kennen lustige und gefährliche Einsätze. Wer bei der Bundespolizei arbeiten will, hat viele Möglichkeiten. Man kann sich am besten bei den Polizisten informieren oder im Internet gucken.

Wir wissen jetzt ganz genau, wie die Bundespolizisten Verdächtige ins Visier nehmen und sagen Danke für einen tollen und spannenden Vormittag an der deutsch-niederländischen Grenze.

zur mobilen Webseite

Die Online-Angebote der Zeitungsgruppe Ostfriesland

© ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH - Made with newsdirect