Region
Neukamperfehn
25.11.2008
"Tagesmutter zu sein, ist nichts mehr wert"

Jacqueline von Känel hat ein extra Spielzimmer für ihre Tageskinder eingerichtet da dürfen aber auch mal die eigenen drei spielen.
Neukamperfehn - Ab 2009 sollen auch Tagesmütter ihre Einkünfte versteuern. Bislang war das Einkommen von Tagesmüttern, die die Jugendämter vermitteln, steuerfrei, so lange sie nicht mehr als fünf Kinder gleichzeitig betreuen. Für Tagesmütter wie Jacqueline von Känel ist die neue Regelung unerhört.
Rund drei Euro Stundenlohn hat eine Tagesmutter im Schnitt pro Kind, Das Jugendamt bezahlt sogar nur 2,50 Euro. Jacqueline von Känel fragt sich, was ihre Arbeit heute noch wert ist. Und sie kommt immer häufiger zu dem Schluss: "Eigentlich gar nichts - zumindest nicht finanziell." Denn wenn ab 2009 alle Einkünfte versteuert werden, bleiben von ihren Einnahmen nur noch 90 Cent übrig, hat die dreifache Mutteraus Neukamperfehn nachgerechnet.
„Wir haben bisher noch von keiner Stelle Informationen darüber erhalten, was eigentlich genau auf uns zu kommt”, beklagt von Känel. „Viele Tagesmütter wissen gar nicht, dass sie ab nächstes Jahr Steuer zahlen müssen.”
Deshalb hat von Känel jetzt selber einen Informationsabend geplant. „Ich hoffe, das möglichst viele Tagesmütter kommen und wir uns austauschen können”, sagt sie. „Unsere Arbeit wird ohnehin weit, weit unterschätzt.” Die Eltern würden immer mehr qualifizierte Betreuung ihrer Kinder erwarten. Zumal, wenn sie die Kleinen in private Hände geben. Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag, 25. November, im General-Anzeiger.
Deshalb hat von Känel jetzt selber einen Informationsabend geplant. „Ich hoffe, das möglichst viele Tagesmütter kommen und wir uns austauschen können”, sagt sie. „Unsere Arbeit wird ohnehin weit, weit unterschätzt.” Die Eltern würden immer mehr qualifizierte Betreuung ihrer Kinder erwarten. Zumal, wenn sie die Kleinen in private Hände geben. Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag, 25. November, im General-Anzeiger.
