Region

Ostfriesland
15.03.2012

Kritisch - aber von der Informationsflut überfordert

Von Marion Luppen

Zum Weltverbrauchertag spricht die Auricher Verbraucherberaterin Anne Antes über den Ratsuchenden von heute. Die 58-Jährige ist seit 32 Jahren im Geschäft. Ihr Fazit: Die Politik schmückt sich mit Verbraucherschutz, behandelt ihn aber finanziell stiefmütterlich.
Ostfriesland - Am Donnerstag ist Weltverbrauchertag. Der GA hat aus diesem Anlass mit einer altgedienten Verbraucherschützerin aus Ostfriesland gesprochen: Anne Antes, 58 Jahre, leitet die Beratungsstelle Aurich der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Die Ökotrophologin (Haushalts- und Ernährungswissenschaftlerin) ist seit 32 Jahren im Verbraucherschutz aktiv.

Antes sieht viel Licht, aber auch Schatten im Verbraucherschutz: "Es hat sich enorm viel zugunsten der Verbraucher getan", sagt sie. "Wir haben hervorragende Gesetze." Verbraucher seien heutzutage kritischer und besser informiert. Einerseits. Andererseits fühlten sich viele von der Flut der Informationen im Internet überfordert. Dort geisterten falsche Informationen und Fallstricke. Die neuen Medien öffneten auch Missbrauch Tür und Tor, beklagt Antes. Betrüger machten sich moderne Kanäle zunutze.

Die Ansprüche an die Verbraucherberater wachsen, Fortbildung ist das A und O. "Wir können den Verbrauchern die Entscheidungen aber nicht abnehmen", betont Antes. "Wir können nur Auskunft geben." Dass das Wort "Verbraucherschutz" in Namen von Ministerien vorkommt, hätte sich die Beraterin zu Beginn ihrer Laufbahn nicht träumen lassen. Sie bleibt aber skeptisch: "Man schmückt sich gerne damit" - doch finanziell sei Verbraucherschutz "immer noch ein Stiefkind".

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Donnerstag, 15. März, im General-Anzeiger.

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