Saterland-Barßel
Saterland
10.03.2012
Ehre und Anerkennung für einen Lebensretter

Dem Lebensretter Joachim Schoone (Mitte) aus Scharrel überreichte gestern der Leitende Polizeidirektor der Inspektion Cloppenburg/Vechta, Günter Schell (rechts) , eine Urkunde für dessen couragierten Einsatz. Saterlands Bürgermeister Hubert Frye (links) ehrte Schoone im Namen des Landes Niedersachsen und der Gemeinde Saterland.
Saterland - Kalt und finster war es an jenem Abend des 27. Dezembers 2011, als Joachim Schoone entlang des Elisabethfehnkanals auf der Kreisstraße in Richtung Kamperfehn unterwegs war. Plötzlich sah er von der gegenüberliegenden Schleusenstraße Licht in den Kanal fliegen. Das Licht gehörte zum Kleinwagen einer 22-jährigen Scharrelerin, Kerstin Müller. Sie war in den Kanal gefahren, und ihr Auto versank. "Ich hatte schon mein Handy am Ohr, um den Notruf zu wählen", erzählte Schoone am Freitag, als er im Saterländer Rathaus dafür ausgezeichnet wurde, dass er die junge Frau unter Einsatz seines eigenen Lebens rettete. Denn der 48-jährige Familienvater sprang selbst in das schlammige Wasser. Angesichts der Schreie und des Klopfens, das er hörte, sei ihm klar gewesen, dass es um Sekunden ginge, sagte er.
In ruhigen Worten berichtete der Scharreler am Freitag, wie er sich zu dem untergehenden Auto vorgekämpft habe, obwohl er kein guter Schwimmer sei, wie er die Insassin beruhigte und anwies, die Scheibe herunterzukurbeln. Aus dem offenen Seitenfenster zog er die vor Panik um sich Schlagende aus dem Wagen und schleppte sie durchs Wasser an Land. Sie stand unter Schock, war aber nicht schlimm verletzt.
Für diesen selbstlosen Einsatz ehrten ihn am Freitag Saterlands Bürgermeister Hubert Frye sowie der Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Leitender Polizeidirektor Günter Schell. Schell bedankte sich im Namen seiner Behörde, aber auch persönlich "bei einem Mitbürger, der richtig Zivilcourage an den Tag gelegt hat". Viele andere täten das nicht. Sie leisteten keine Hilfe, sondern würden wegsehen oder auf die Polizei warten. Schoones Tat lobte Schell als beispielhaft.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Sonnabend, 10. März, im General-Anzeiger.
In ruhigen Worten berichtete der Scharreler am Freitag, wie er sich zu dem untergehenden Auto vorgekämpft habe, obwohl er kein guter Schwimmer sei, wie er die Insassin beruhigte und anwies, die Scheibe herunterzukurbeln. Aus dem offenen Seitenfenster zog er die vor Panik um sich Schlagende aus dem Wagen und schleppte sie durchs Wasser an Land. Sie stand unter Schock, war aber nicht schlimm verletzt.
Für diesen selbstlosen Einsatz ehrten ihn am Freitag Saterlands Bürgermeister Hubert Frye sowie der Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Leitender Polizeidirektor Günter Schell. Schell bedankte sich im Namen seiner Behörde, aber auch persönlich "bei einem Mitbürger, der richtig Zivilcourage an den Tag gelegt hat". Viele andere täten das nicht. Sie leisteten keine Hilfe, sondern würden wegsehen oder auf die Polizei warten. Schoones Tat lobte Schell als beispielhaft.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Sonnabend, 10. März, im General-Anzeiger.

Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel
Sie können maximal 1500 Zeichen eingeben.