Sport
Hamburg/Ostfriesland
06.03.2012
Ostfriesische Fußballer erzürnt das Guerrero-Foul
Hamburg/Ostfriesland - Es war eine Szene, die schon beim Zuschauen wehtat: Stürmer PaoloGuerrero war Torwart Sven Ulreich am Sonnabend mit reichlich Anlauf von hinten in die Beine gesprungen - an der Eckfahne. Eines der übelsten Fouls der vergangenen Bundesliga-Jahre. Am Ende redete kaum einer mehr über die sportliche 0:4-Niederlage des Hamburger SV gegen den VfB Stuttgart, sondern viel mehr über die unsportliche Aktion des südamerikanischen Fußballers. Das Guerrero-Foul erzürnt auch Fußballer aus der Region, wie eine GA-Umfrage zeigt.
"Das war eine Unverschämheit von Guerrero. Ulreich hat ja noch Glück gehabt, dass er sich nicht verletzt hat", sagt Jann Hellmers. Der Torhüter von Landesligist Frisia Loga wurde auch schon mal "unsanft" gelegt. Aber er kann sich nicht an ein ähnliches Einsteigen erinnern. "Er hat eine Verletzung des Torwarts billigend in Kauf genommen. Das geht nicht." Er fordert deshalb eine drastische Strafe. So wie der DFB-Kontrollausschuss. Der möchte den Rotsünder für acht Spiele sperren. Der HSV hat Einspruch eingelegt.
"Normalerweise müsste der Junge bis zum Saisonende gesperrt werden"
Frank Cordes hält die Strafe bis zum 32. Spieltag für angemessen- obwohl er die Raute im Herzen trägt. "Ich bin seit Geburt HSV-Fan und seit 2005 zahlendes Mitglied", erklärt der Trainer und Vorsitzende des Kreisliga-Tabellenführers SV Burlage. "Als Sportdirektor des HSV hätte ich das Strafmaß akzeptiert." Was Cordes genauso ärgert wie das üble Foul, ist die schlechte Außendarstellung des Stürmers. Am Tag nach der Roten Karte zeigte sich der Peruaner wenig einsichtig. "Fehler macht jeder, das ist klar. Doch dann sollte man auch dazu stehen."
Zu dem Strafmaß möchte sich Bernd Domurat nicht äußern. Als Funktionär des DFB stehe ihm das nicht zu. Der Wilhelmshavener sitzt im Kompetenzteam der Schiedsrichter. In Niedersachsen fungiert der Jadestädter zudem als Verbandsschiedsrichter-Lehrwart. "Das Foul war natürlich unverantwortlich", meinte Domurat. Er habe sich als Unparteiischer immer erschrocken, wenn ein Spieler brutal gefoult worden war. "Wenn von hinten in die Beine eingestiegen wird, muss der Schiedsrichter konsequent durchgreifen."
Noch größere Konsequenzen hätte sich Jürgen Zimmermann, Trainer des Bezirksligisten Germania Wiesmoor, vom DFB-Sportgericht gewünscht. "Normalerweise müsste der Junge bis zum Saisonende gesperrt werden."
"Das war eine Unverschämheit von Guerrero. Ulreich hat ja noch Glück gehabt, dass er sich nicht verletzt hat", sagt Jann Hellmers. Der Torhüter von Landesligist Frisia Loga wurde auch schon mal "unsanft" gelegt. Aber er kann sich nicht an ein ähnliches Einsteigen erinnern. "Er hat eine Verletzung des Torwarts billigend in Kauf genommen. Das geht nicht." Er fordert deshalb eine drastische Strafe. So wie der DFB-Kontrollausschuss. Der möchte den Rotsünder für acht Spiele sperren. Der HSV hat Einspruch eingelegt.
"Normalerweise müsste der Junge bis zum Saisonende gesperrt werden"
Frank Cordes hält die Strafe bis zum 32. Spieltag für angemessen- obwohl er die Raute im Herzen trägt. "Ich bin seit Geburt HSV-Fan und seit 2005 zahlendes Mitglied", erklärt der Trainer und Vorsitzende des Kreisliga-Tabellenführers SV Burlage. "Als Sportdirektor des HSV hätte ich das Strafmaß akzeptiert." Was Cordes genauso ärgert wie das üble Foul, ist die schlechte Außendarstellung des Stürmers. Am Tag nach der Roten Karte zeigte sich der Peruaner wenig einsichtig. "Fehler macht jeder, das ist klar. Doch dann sollte man auch dazu stehen."
Zu dem Strafmaß möchte sich Bernd Domurat nicht äußern. Als Funktionär des DFB stehe ihm das nicht zu. Der Wilhelmshavener sitzt im Kompetenzteam der Schiedsrichter. In Niedersachsen fungiert der Jadestädter zudem als Verbandsschiedsrichter-Lehrwart. "Das Foul war natürlich unverantwortlich", meinte Domurat. Er habe sich als Unparteiischer immer erschrocken, wenn ein Spieler brutal gefoult worden war. "Wenn von hinten in die Beine eingestiegen wird, muss der Schiedsrichter konsequent durchgreifen."
Noch größere Konsequenzen hätte sich Jürgen Zimmermann, Trainer des Bezirksligisten Germania Wiesmoor, vom DFB-Sportgericht gewünscht. "Normalerweise müsste der Junge bis zum Saisonende gesperrt werden."

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