Sport

Großefehn
07.02.2012

Sechs Absteiger: Großefehn-Boss reagiert

Großefehn (am Ball Hendrik Detmers) hat im Gegensatz zu Pewsum (Björn Westermann) große Abstiegssorgen. Aber auch der TuS unterstützt die Resolution.
Großefehn (am Ball Hendrik Detmers) hat im Gegensatz zu Pewsum (Björn Westermann) große Abstiegssorgen. Aber auch der TuS unterstützt die Resolution.

von Sören Siemens

Die Landesliga muss insolvente Oberligisten eingliedern. Karl Reuter erarbeitete eine Resolution. Der Fehntjer Vorsitzende führt eine Protestbewegung an. "So wie das abläuft, ist das nicht gerecht."
Großefehn - Karl Reuter ist stinkig. Richtig sauer sogar. "Ein Drittel der Vereine muss absteigen. Das kann nicht richtig sein", sagt der Vorsitzende des SV Großefehn. Die Fehntjer Fußballer spielen ihre zweite Landesliga-Saison und könnten am Ende ein "Opfer" der insolventen BSV Kickers Emden und Eintracht Nordhorn werden. Weil beide Oberligisten vermutlich in die sechste Liga eingegliedert werden müssen, erhöht sich dort die Zahl der Absteiger. Das möchte Karl Reuter verhindern. Der Großefehn-Boss hat eine Resolution von 13 Klubs vorbereitet und diese an Staffelleiter Werner Busse weitergeleitet.

"Und dann werden uns zwei Klubs vor die Nase gesetzt, die ihren Erfolg mit Schulden erkauft haben"

"Es muss etwas passieren. Vereine wie wir leisten einen Kraftakt, um in der Landesliga zu spielen und wirtschaften solide. Und dann werden uns zwei Klubs vor die Nase gesetzt, die ihren Erfolg mit Schulden erkauft haben", echauffiert sich Reuter. Gemeinsam mit Uwe Beerens, der ein Landesliga-Portal betreibt, hat er die Vorsitzenden der Landesliga-Klubs angeschrieben und um Unterstützung gebeten. 13 von 18 Vereinen folgen dem Vorstoß - darunter auch die Spitzenklubs Jeddeloh und Melle sowie die Ostfriesen Loga und Pewsum. "Wir unterstützen den SV Großefehn dabei natürlich", meinte Eggo Schreitling, Manager des TuS Pewsum. Es müsse etwas passieren. Auch in den vergangenen Jahren habe die Landesliga oftmals gewisse Sachen ausbaden müssen.

"Jetzt sind wir die Leidtragenden"

"Es trifft fast immer die Landesliga. Das kann nicht richtig sein", meint der erfahrene Funktionär, der selbst schon einmal einen ähnlichen "Kampf" ausgetragen hat. Er sprach sich als Fünftliga-Manager damals gegen die Einführung der eingleisigen Oberliga aus und hatte in Barsinghausen wenig Mitstreiter. So wurden die West- und Ost-Staffel zusammengelegt. Schreitling warnte vor den höheren Kosten. Die Folgen sind jetzt sichtbar. Einige Klubs sind pleite (Kickers Emden, Eintracht Nordhorn), andere kämpfen mit großen finanziellen Schwierigkeiten (Osterholz-Scharmbeck, TuS Heeslingen). "Jetzt sind wir die Leidtragenden. So wie das abläuft, ist das nicht gerecht", meint Karl Reuter.

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